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11.12.2016

Wir für Aleppo

In Tettnang findet am 11.12.2016 ein Lichtermarsch aus Solidarität zu den Menschen in und aus Syrien statt. Beginn ist um 16:30 Uhr auf dem Bärenplatz. Anschließend können sich die Besucher informieren was unterschiedliche NGOs machen und sich bei Aktionen beteiligen. Auch wir werden dort mit einem Stand vertreten sein.

Die Lage in Syrien ist eine Katastrophe

Sowohl Regierungskräfte als auch nichtstaatliche bewaffnete Gruppen verübten während des andauernden internen bewaffneten Konflikts Kriegsverbrechen, andere Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht und schwere Menschenrechtsverstöße, die nicht geahndet wurden. Regierungskräfte führten wahllose Angriffe durch und wählten bewusst Zivilpersonen als Ziele, indem sie Wohngebiete und Gesundheitseinrichtungen mit Artillerie, Mörsern, Fassbomben und mutmaßlich chemischen Kampfmitteln bombardierten und rechtswidrig Menschen töteten. Lang anhaltende Belagerungen durch Regierungskräfte führten dazu, dass der eingeschlossenen Zivilbevölkerung Lebensmittel, ärztliche Betreuung und andere lebenswichtige Dinge vorenthalten wurden. Sicherheitskräfte nahmen weiterhin Tausende Menschen willkürlich fest und inhaftierten sie, darunter friedliche Aktivisten, Menschenrechtsverteidiger, Medienschaffende und Mitarbeiter humanitärer Organisationen sowie Kinder. Einige von ihnen fielen dem Verschwindenlassen zum Opfer, andere wurden über lange Zeiträume hinweg in Gewahrsam gehalten oder in unfairen Gerichtsverfahren verurteilt. Sicherheitskräfte folterten und misshandelten Gefangene systematisch, blieben aber straffrei. Tausende Inhaftierte sollen zwischen 2011 und 2015 infolge von Folter und anderen Misshandlungen gestorben sein. Nichtstaatliche bewaffnete Gruppen, die einige Teile des Landes kontrollierten und in anderen um die Vormacht kämpften, bombardierten wahllos vorwiegend von Zivilpersonen bewohnte Gebiete und belagerten sie. Die bewaffnete Gruppe Islamischer Staat (IS) belagerte zivile Wohngebiete, die von der Regierung kontrolliert wurden. Der IS verübte gezielt Angriffe auf Zivilpersonen, Selbstmordattentate, mutmaßliche Anschläge mit chemischen Waffen und Bombenanschläge auf Wohngebiete. Zudem war der IS für zahlreiche rechtswidrige Tötungen verantwortlich, u.a. für Tötungen von Gefangenen. Die von den USA geführten Streitkräfte flogen Luftangriffe auf IS-Stellungen und andere Ziele, die zahlreiche Todesopfer unter der Zivilbevölkerung forderten. Im September 2015 begann Russland mit Luftangriffen und schoss Marschflugkörper von Schiffen im Kaspischen Meer auf Gebiete, die von bewaffneten oppositionellen Gruppen kontrolliert wurden, sowie auf Stellungen des IS. Dabei wurden Hunderte Zivilpersonen getötet. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen hatte der Konflikt bis Ende 2015 etwa 250000 Todesopfer gefordert, 7,6 Mio. Menschen wurden zu Binnenvertriebenen und 4,6 Mio. Menschen flohen ins Ausland. [Quelle: Amnesty Jahresbericht 2016]

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